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BVV-Mitte beschließt Abriss des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums!

Auf der BVV-Sitzung mit thematischer Stunde zur Zukunft des Diesterweg-Gymnasiums am 18. Oktober 2018 haben die Stadträte Herr Spallek und Herr Gothe mithilfe aus dem Kontext gerissener, unvollständiger Zitate aus Senatsschreiben und ohne entsprechende transparente Datengrundlage dafür geworben, das gemeinsame Vorhaben von ps wedding und degewo zugunsten der Ausweisung der Liegenschaft als Schulstandort aufzugeben und alle das Vorhaben betreffenden Beschlüsse der letzten Jahre über den Haufen zu werfen. Die Fraktionen CDU, SPD, AfD, FDP haben den Antrag der SPD (1491/V) angenommen und sich für die Ausweisung eines Schulstandorts und damit den impliziten Abriss des ehem. Diesterweg-Gymnasiums ausgesprochen.

Aus unserer Sicht wäre das ein politischer Totalschaden für das Partizipationsversprechen und die Politik von R2G und ein fatales Signal nicht nur an ps wedding, sondern an alle zivilgesellschaftlichen stadtpolitischen Initiativen. Immerhin befand sich das Vorhaben nach zähen Verhandlungen mittlerweile auf der Zielgeraden.

Das sehen viele so.

Zum Offenen Brief des Bündnis Junger Genossenschaften: Nachbarschaftsprojekt ps wedding wird zum Lackmustest für R2G und das Partizipationsversprechen!

Zum Offenen Brief Berliner stadtpolitischer Initiativen zur Unterstützung von ps wedding: Das trifft uns alle!

Peter Grundmann, Architekt des Refo-Projekts in Moabit, hat eine Studie erarbeitet, die zeigt, wie auf dem Gelände das Bestandsgebäude erhalten und gleichzeitig eine neue vierstufige ISS (integrierte Sekundarschule) inklusive 3-Feldsporthalle und den notwendigen Freiflächen sowie ein Wohnungsbau für integriertes Wohnen für Geflüchtete realisiert werden können. Diese Studie liegt dem Senat, der BVV-Mitte sowie dem Bezirksamt Mitte vor.

 

Kundgebung gegen den Abriss

Einen guten Eindruck von der Kundgebung vom Sonntag, den 14.10.2018 vermittelt der Artikel im Weddingweiser

 

Postkarten mit Wünschen aus der Nachbarschaft. Diese haben wir am 18. Oktober 2018 auf der BVV-Sitzung dem Bezirksamt überreicht:

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Pilotprojekt ps wedding

ps wedding ist ein Pilotprojekt. Es ist das berlinweit erste gemeinsame Vorhaben eines privaten nicht profitorientierten Trägers mit einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft.

ps wedding ist lokal verankert. Es ist ein Projekt aus der Nachbarschaft für die Nachbarschaft.

ps wedding ist gemeinwohlorientiert. Das Projekt verpflichtet sich zu langfristig bezahlbaren Mieten. ps wedding erwirtschaftet keine Profite und sichert sich dauerhaft gegen Spekulation ab.

In den letzten Jahren sind die Mieten in Berlin bei Neuverträgen sehr stark gestiegen. Insbesondere innerstädtischer Wohnraum kann von mehr und mehr Menschen nicht mehr bezahlt werden. Ausgehend von unserem Wunsch, das quartiersprägende Schulgebäude zu erhalten und diesen Ort zukünftig wieder für die Nachbarschaft zugänglich zu machen, planen wir eine nicht profitorientierte Um- und Neunutzung des Gebäudes und der Liegenschaft, die den lokalen Bedürfnissen entspricht.

ps wedding verfolgt zwei Ziele: die Herstellung kostengünstigen Wohnraums und die Gründung eines soziokulturellen Zentrums. Seit 2015 kooperieren wir mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft degewo und planen, das Vorhaben auf der Basis unseres in den letzten Jahren entwickelten Konzepts gemeinsam umzusetzen.

Das Pilotprojekt ps wedding:

  • stellt Wohnraum für eine große Bandbreite an Zielgruppen her, von der standardmäßigen Dreizimmerwohnung bis zu WGs und Wohnungen für Großfamilien oder betreutes Wohnen
  • schafft ein soziokulturelles Nachbarschaftszentrum
  • nutzt das kreative Potenzial unabhängiger Entwicklungsträger
  • verpflichtet sich zu einer dauerhaft nicht profitorientierten Projektentwicklung
  • wird von allen wichtigen politischen Gremien des Landes Berlin und des Bezirks unterstützt
  • besitzt große Akzeptanz in den nachbarschaftlichen Gremien
  • steht mit Erhalt, Sanierung und Umnutzung des Schulgebäudes beispielhaft für einen positiven Umgang mit der Architektur der Spätmoderne
  • ist ein stadtweit einzigartiges, zukunftsweisendes Entwicklungsmodell

Unterstützung von Seiten der lokalen, Bezirks- und Senatsgremien
ps wedding wird von Beginn an von Seiten der lokalen Gremien (Quartiersmanagement und Quartiersrat) unterstützt. Im März 2013 haben sich Bürgermeister Hanke und die Stadträte gemeinsam für die Umsetzung unseres Projekts ausgesprochen. Weitere unterstützende Anträge der BVV und des Stadtentwicklungsausschusses wurden einstimmig beschlossen (siehe die Chronologie unter Neues). Mittlerweile haben sich alle wichtigen politischen Gremien vom Land Berlin und dem Bezirk Mitte für die Umsetzung des Konzepts von ps wedding ausgesprochen. Darauf aufbauend wurde die Liegenschaft vom Portfolioausschuss des Landes Berlin im August 2015 als „Grundstück mit Entwicklungsperspektive" eingestuft. Im Februar 2017 entschied der Unterausschuss Vermögen des Abgeordnetenhauses positiv über die geplante Sachwerteinbringung der Liegenschaft an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo. Die Projektentwicklung soll gemeinsam mit ps wedding erfolgen.